So, mal wieder den Blog ausgraben ;)

Vor kurzem lief bei einem (Linux) Server alle x Tage die Festplatte voll, deshalb funktioniert die Software darauf nicht mehr. Lösung im Linux Admin Büro ganz klar … Dateien (hier: Backups) löschen.

So alles läuft wieder.

Das Windows Admin Büro (das die Software auf dem Server nutzt) überlegt wie löst man das problem langfristig? ganz klar … neue Platte rein dann dauert es länger bis die Platte wieder voll ist. Wir haben gerade noch eine Platte rumliegen, schnell zum Server gelaufen und reingeschraubt.

kurzer Besuch bei den Linux leuten “Ihr habt jetzt eine neue Platte, viel spass damit”

Nachdem ich mich mal wieder bei den Linux leuten über den beschränkten Platz auf dem Server unterhalte erfahre auch ich von der Aktion. Die Platte ist zwar im Server aber da sind noch Windows partitionen drauf.

Warum da noch nichts passiert ist?  ein Linux Admin sagt mir “ja wir haben jetzt da eine neue platte drin aber unter Linux ist das nicht so einfach wie die Windows Leute sich das vorstellen”.

Das Problem, eine neue ext3 Partition muss natürlich irgendwo eingehängt werden und 80 GB Platz unter /disk2  bringt mir garnix wenn unter /srv/ immernoch die alte platte voll läuft.

Ok, das ist kein problem wenn man weis das die platzfresser unter /srv/ liegen, aber woher soll der linux admin das wissen.

So zurück zur Aussage: “unter linux ist das nicht so einfach wie die Windows Leute sich das vorstellen”, mal überlegen, was müsste ich jetzt machen um unter Windows eine neue Platte Hinzufügen?

  1. Platte rein (geht bei linux genauso)
  2. Dateisystem anlegen (linux fdisk)
  3. Formatieren (linux mkfs)
  4. das einhängen geht automatisch (linux mount)

So nur jetzt habe ich bei Windows unter irgendeinem Laufwerksbuchstaben meinen neuen Speicherplatz. Bei linux habe ich den Platz wo ich ihn haben will, ich kann meinen Platz hinter einem Ordner verstecken.

So Fazit
Unter linux mache ich das gleiche wie unter Windows, nur das ich bei linux die befehle tippen muss (Server haben keine GUI) bei Windows kann ich das alles schön über GUI mit der Maus machen. Aber ist es deshalb einfacher? Ich würd sagen nein, den unter Windows muss ich meine Software so konfigurieren das der neue Speicher auch benutzt wird, unter linux kann ich das der software einfach “unterschieben”.

Trotzdem glauben viele “unter Linux ist das nicht so einfach” und ich glaube weil die Windows welt sich mit solchen Problemen längst abgefunden hat.

21. August 2008, 04:23 Uhr

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Bisher 8 Kommentare zum Artikel

  1. Kommentar von kb

    Unter Linux ist das eigentlich noch VIEL einfacher als unter Windows. Mit LVM kann man Partitionsgrößen und Verteilungen einfach so ändern, Festplattenübergreifend. Oder einfach mal eine Partition um die größe einer weiteren Festplatte vergrößern.

    Man ist dann auch nicht mehr gezwungen, die eingehängte Platte auf einen Ordner zu beschränken (was ich genauso beschränkt finde wie die Windows Laufwerkbuchstaben irgendwie.. weil man doch Platz verschenkt!)

    Darf man auch erfahren, in welchem Betrieb die Linuxleutchen dies für “nicht so einfach” halten?

    Deinen Abschlusssatz halte ich für eine sehr gewagte These. Imho beschäftigen sich Linuxleute noch viel mehr mit ihrem System als wie Windowsleute. Es gibt natürlich auf beiden Seiten mehr oder minder größere Ausnahmen. Aber allein die pure Masse der Windowsuser gibt meiner Aussage statistisch recht. :)

    Gruß,
    Klaus

  2. Kommentar von Aaron

    Also ich bin immer noch der Meinung, dass das immer davon abhängt mit was man “aufgewachsen” ist bzw. was man öfter verwendet. Wenn du mich jetzt vor ne Windows Vista Kiste setzen würdest, würde ich vermutlich die einfachsten Sachen nicht finden/machen können weil ich schon seit vielen Jahren nur noch Linux verwende. Genauso wird es jemandem gehen der nur WinXP verwendet hat und nun vor ne FreeBSD-Kiste gesetzt wird.

    Aber du hast recht, der Arbeitsaufwand ist bei beiden Betriebssystemen meist der selbe. Was ich allerdings unter Linux so schätze sind die unendlichen Konfigurationsmöglichketien. Und wenn sich irgend was nicht so einstellen lässt wie man es gerne hätte dann programmiert man es sich eben selbst rein. Diese Freiheit will ich nie wieder missen. Leider ist das wiederum für viele ein Ausdruck für Komplexität …

    Manche Programme versuchen bereits dieses Problem zu lösen. Xine hat das cool gemacht: In den Einstellungen gibt es eine Option mit der sich der Schwierigkeitsgrad der Optionen einstellen lässt. Bei der Einstellung “Anfänger” werden nur die dringend benötigten Einstellungen angezeigt, der Rest erhält Standardwerte. Bei der Einstellung “Meister des bekannten Universums” werden alle Einstellungen angezeigt.
    http://pix.datenhalter.de/linux_master.png

  3. Kommentar von Arne

    Da ich die Person ja kenne, über die du vermutlich sprichst, frage ich mich immer mehr, ob diese Person wirklich Linux/Unix-Admin ist oder einfach nur irgendwelche Skripte ausführen kann. Scheinbar ist das tiefgründige Linux-Verständnis nicht da.
    Kleine Anekdote: in meiner Bachelorarbeit steht u.a. drin, dass man auf der 2. Festplatte dann eine Partition (da es die erste Partition ist, ist es /dev/sdb1) an. Da wollte dann $Person mir sagen, dass das keine Partition wäre, sondern das Filesystem. Das lege ich ja aber erst danach auf dieser Partition an.
    fdisk <–> mkfs sag ich da nur.

  4. Kommentar von hochtoener

    Also Firma sag ich nicht, aber für soviel arbeite ich ja nicht :)

    Vielleicht noch zur Erklärung, unsere Linux Admins haben nur mit Unix zu tun, die benutzen Windows maximal zum Emails lesen. Daher gehe ich davon aus das die nicht wissen wie groß der Aufwand ist eine Platte unter Windows einzuhängen. Aber sie gehen von vornherein davon aus das es unter Windows einfacher wäre.

    ich muss sagen, auf Servern möchte ich ein Linux haben. Ich versuche Aktuell (mal wieder) auch meine Workstations auf Linux umzustellen, aber ich befürchte das wieder nichts draus wird, vielleicht schreibe ich noch was zum Thema.

  5. Kommentar von kb

    Ich bin vor einem Semester umgestiegen, in der Pause. Möchte es echt nie mehr missen - Gründe siehe Aaron :). Wenn du nicht jetzt, in den Ferien umsteigst.. wann denn dann?

    Mache halt ein Dualboot, und versuche immer mehr Aufgaben im Linux zu erledigen. Zur not Zwinge dich dazu - es lohnt sich. Stück für Stück kann man da reinwachsen.

  6. Kommentar von hochtoener

    mit Dualboot arbeite ich schon lang, nur bestimmte Sachen wollen mir an dem Linux System einfach nicht gelingen. (z.B. dual screen)

  7. Kommentar von Aaron

    Mit Dual-Head hatte ich früher auch so meine Probleme, aber mit den neuen Ubuntu-Versionen muss man da nicht mehr viel machen. Der nVidia-Treiber kann das auch über ne GUI einstellen.

  8. Kommentar von hochtoener

    Ja aber das geht auch nur wenn man eine nVidia Karte in der Maschine hat. Leider hat mein ThinkPad eine ATI karte, und mit der habe ich das bis jetzt nicht hinbekommen.

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